Ashley Madison im Test – sexy Abenteuer auf Reisen!

Seit 2001 vermittelt die kanadische Casual-Dating Plattform Ashley Madison erfolgreich Affären und Sextreffen. Nicht umsonst handelt es sich mittlerweile um die international bekannteste Seitensprung-Agentur. Die Erotikbörse verfügt mittlerweile über 47,5 Millionen Mitglieder weltweit und hat es durch eine aggressive Werbestrategie ebenfalls in Europa eine hohe Bekanntheit erreicht. Seit dem Start in Deutschland 2010 konnte das Portal 450.000 Mitglieder verzeichnen, wobei jeden Tag ungefähr 500 neue hinzukommen.

Damit sind die Aussichten für die Suche nach Sextreffen und knisternden Abenteuern eigentlich recht gut. Dennoch gibt es immer wieder Meldungen über interne Fakes und weibliche Animateure, die vor allem männliche User zur Verwendung von Coins verführen sollen. Dem voraus ging ein gewaltiges Datenleck, bei dem Millionen von Kundendatensätzen von Hackern ausgelesen und ins Internet gestellt wurden. Der Ruf dieser Casual-Börse ist folglich in Mitleidenschaft gezogen, auch wenn die Betreiber seit dem Neustart im Juni 2016 beteuern, dass es keine solchen internen Fakes mehr gibt.

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Unser Augenmerk wird im Testbericht folglich auf diesem Bereich bleiben. In Bezug auf die sonstigen Funktionen, wie Suche oder den Kommunikationsmöglichkeiten, gibt es kaum Gründe für Kritik. Das Design ist dabei in einem schlichten Weiß gehalten mit einem zarten rosa Streifen am Anfang. Bei der Desktop-Version ist ein relativ großer Kopf für Navigation und den aktuellen Status verwendet worden. Bei der Suche bekommt man deshalb gerade einmal drei Profile angezeigt. Dies trübt ein wenig den Flirtspaß.

Frauen können wie bei vielen anderen Erotikbörsen kostenlos Nachrichten schreiben und lesen, während Männer für die leidenschaftlichen Stunden mit fremder Haut zur Kasse gebeten werden. Zwar ein normales Vorgehen, da aber die Fake-Problematik im Raum steht, haben wir unsere Bedenken.

Viele Männer und nur wenig Frauen

Obwohl die Nutzung für Frauen vollkommen kostenfrei ist, sind die Männer mit fast 88 % eindeutig in der Überzahl. Sie müssen sich demnach sehr anstrengen, um die Damen von sich zu überzeugen. Aufgrund des großen Ungleichgewichtes wird das schönere Geschlecht fast überflutet von Anfragen. Anbieter wie C-Date oder LOVEPOINT können hier ein deutlich besseres Verhältnis vorweisen.

Die Absichten der Nutzer sind dabei recht verschieden. Dennoch suchen die meisten verheirateten Männer einen Seitensprung oder eine langfristige Affäre, weil Sie Lust auf neue Haut verspüren oder den richtigen Kick erleben wollen. Daneben gibt es diverse Singles, die einfach wissen wollen, was sich auf solchen Casual-Portalen finden lässt.

Dies verdeutlicht sich auch an der Übersicht der Altersgruppen. Die 36 bis 45-Jährigen sind dabei am meisten vertreten mit fast 40 %. Zwar finden sich auch jüngere und ältere User, diese sind aber nur vereinzelt vorhanden. Das heißt nicht, dass sich die Anmeldung für solche Singles nicht lohnen würde, die Auswahl ist jedoch geringer als bei anderen Casual-Anbietern.
Wir empfehlen in diesem Bereich besonders auf die intimen Leidenschaften der Nutzer zu achten. Diese reichen von konventionellem Sex über erotisches Kitzeln oder einem Schaumbad zu zweit bis hin zu „viel Ausdauer“. Dementsprechend sollte für alle etwas dabei sein.

Überschaubarer Steckbrief für die Suche nach Sexpartner

Bei Ashley Madison ist das Profil auf die wichtigsten Angaben begrenzt. So gibt es unter dem Nutzernamen ein kleines Statement als Begrüßungstext. Darunter schließen sich die wichtigsten Informationen zur Person in tabellarischer Form an. Neben Alter, Wohnort, Größe und Gewicht finden sich auch Hinweise zu den Wünschen, dem Beziehungsstatus, der Haar- und Augenfarbe und dem Rauchverhalten.

Folgend schließen sich die Vorlieben an. Diese werden aus einer Liste ausgewählt. Das Gleiche gilt für die persönlichen Interessen oder den Bereich „Was mich anmacht“. Folglich gibt es keine richtige Möglichkeit selbst zu schreiben, was man wirklich sucht. Zwar kann man sich anhand der Auswahloptionen schnell anmelden und innerhalb von 10 Minuten sein Profil erstellen, dennoch fanden unsere Tester es sehr schade, dass es nur ein kleines Freitextfeld gab, um dem Steckbrief eine persönliche Note zu verleihen. Anbieter wie Secret.de oder LOVEPOINT haben dies viel besser gelöst.

Wer nur eine schnelle Affäre sucht und lieber im Chat den Rest erfragt, wird mit diesem Aufbau keine Probleme haben. Auch wenn das Profil ein wenig spartanisch wirkt, ist es dennoch funktional, sodass man durchaus reale Partner für Dates und Seitensprünge entdecken kann.

Verabredung zum Gelegenheitssex durch umfangreiche Kommunikationsfunktionen

In Sachen Kontaktoptionen ist das kanadische Portal sehr gut aufgestellt. Auch hier sind sicherlich die Nachrichten der Standard. Für Frauen fallen dabei keinerlei Kosten an, während Männer mit Coins bezahlen müssen. Daneben finden sich noch andere Funktionen zum leichteren Einstieg oder zur Vertiefung der Casual-Beziehung.

  • Zwinkern: Ein lustiger Gesichtsausdruck bildet oft den Beginn einer unvorstellbaren Freundschaft. So kann man auch hier alles mit einem Zwinkern beginnen. Dabei handelt es sich um eine Anstupsfunktion, die vor allem von Frauen genutzt wird. Man kann ein Emoticon oder eine kleine Standard-Nachricht senden. Der Sinn dahinter ist es, dass der Gegenüber die Initiative ergreift und zurückschreibt.
  • Geschenke: Mit kleinen Aufmerksamkeiten kann man nicht nur seine romantische Ader ausleben, sondern auch einem Flirtpartner zeigen, wie ernst man eine Beziehung nimmt. Auch beim Casual-Dating sind die feinen virtuellen Präsente gern gesehen. Wer möchte nicht eine Rose, eine Kette oder gar einen Teddybären bekommen? Zur Pflege von Partnerschaften sind vor allem die kleinen Dinge entscheidend und die meisten Frauen und Männer sind davon sehr angetan.
  • Der Chat: Wenn man einen potenziellen Sexpartner vor der ersten Begegnung näher kennenlernen möchte, sollte man mit ihm chatten. Hier ist die Kommunikation viel lockerer und ungezwungener. So kann man schnell erfahren, ob mit dem Traumpartner die Chemie stimmt. Wenn es hier keinerlei natürliche Anziehungskraft gibt, kommt wahrscheinlich ein richtiges Date gar nicht mehr infrage.

Gibt es bei der Erotikbörse nur Fakes oder auch reale Dates?

Unsere Tester haben sich innerhalb von 10 Minuten angemeldet und auch das Profil erstellt. Die Prüfung von Fotos braucht ungefähr ein bis zwei Stunden, sodass man zwar schon mit der Suche beginnen kann und auch das Anschreiben möglich ist, aber andere User werden das Hauptbild noch nicht sehen. An dieser Stelle empfehlen wir immer ein Porträt. Sicherlich zeigen auch manche Männer ihre Bauchmuskeln und einige Frauen ihren Rücken, aber empfehlenswert für die Anschriftenquote ist dies nur bedingt. Besonders die Damen sind in der Hinsicht sehr wählerisch, daher sollten sich die Herren einfach freundlich und aufgeschlossen mit Gesicht zeigen. Falls du Angst um die Privatsphäre hast, kann man die Bilder auch anonymisieren.

Als unsere Fotos freigegeben waren, haben wir verschiedene User angeflirtet. Vor allem die Frauen haben nur sehr langsam reagiert, manche haben gar nicht geantwortet. Auf gerade einmal die Hälfte der Anfragen haben wir eine Rückmeldung bekommen. Dabei sind unsere Tester ähnlich vorgegangen wie bei JOYclub oder First Casual, dennoch waren die Ergebnisse schlechter.

Aufgrund der überschaubaren Steckbriefe solltest du dich darauf einstellen, dass das Kennenlernen etwas länger dauern kann. So tastet man sich zunächst mit den persönlichen Mitteilungen ein wenig ab und verabredet sich dann zum Chat. In einiges Fällen ist dieser auch so gut verlaufen, dass unsere Tester die Person real treffen wollten.

Für das Date haben wir ein Cafe außerhalb des Stadtzentrums ausgemacht, damit uns kein Bekannter dabei begegnet. Insgesamt sind diese recht gut verlaufen, sodass einem weiteren Treffen mit spezielleren Handlungen nichts mehr im Wege stand. Zwar handelt es sich um ein Portal für Gelegenheitssex, dennoch sollte man an eine erste Verabredung nicht zu große Erwartungen hegen und eher einen Gang runter schalten.

Der Preis für den Seitensprung

Für Frauen ist die Nutzung der Casual-Plattform völlig kostenlos. Dafür wird noch nicht einmal eine Verifizierung oder ein ID-Check verlangt, wie es bei JOYclub der Fall ist. Die Damen können also sofort loslegen und sich die richtigen Männer angeln.

Die Herren müssen sich erst mit den Kosten und der Preistabelle vertraut machen. Dabei gibt es hier einen Unterschied zu den meisten Casual-Anbietern. Denn hier fallen Kosten pro Nachricht oder Chatminute an. Die Bezahlung wird über eigene Einheiten geleistet. Dafür müssen vorher Credit-Pakete erworben werden. Dabei hält das Portal folgende Angebote bereit:

  • 100 Credits: 59,00 €
  • 500 Credits: 195,00 €
  • 1000 Credits: 289,00 €

Demgegenüber stehen die Kosten für den Erstkontakt und das Verschicken von VIP-Nachrichten für jeweils 5 Coins. Außerdem kann man Geschenke kaufen, die einen Wert von 20 bis 50 Bezahleinheiten haben. Der Chat kostet je Laufzeit des Chats für eine halbe Stunde 30 Coins und für 60 Minuten 50 Credits. Die Bezahlung kann diskret und anonym über unterschiedliche Wege erfolgen:

  • Kreditkarte
  • PayPal
  • Lastschrift
  • Pay by Skrill
  • GiroPay
  • Paysafecard
  • Neteller
  • Sofort Banking

Damit ein Höchstmaß an Diskretion und Anonymität gewährt werden kann, wird auf den Abrechnungen neutral „ADL MEDIA“ als Referenz angegeben. Somit sollte die Affäre nicht von der Partnerin oder dem Ehemann entdeckt werden.

Sicherheit und Privatsphäre der Kunden

Zum Schutz der persönlichen Informationen der Mitglieder gibt es eine umfangreiche Datenschutzerklärung, die den Handel mit Angaben zu Werbezwecken ausschließt. Folglich wirst du keine unpassenden Anfragen erhalten und kannst dich beruhigt anmelden und flirten.

Zudem werden Login- und Zahlungsinformationen durch SSL-Verbindungen übertragen. Das Abgreifen von diesen wird zusätzlich erschwert und sollte dadurch nicht möglich sein. Außerdem lässt sich keines der Profile über die einschlägigen Suchmaschinen finden, sodass hier die Sicherheit gewährleistet wird.

An dieser Stelle sollte auch kurz der Schutz vor Fakes erwähnt werden. Bei der Erotikbörse gibt es bisher nur eine manuelle Prüfung der Bilder. Ein ID-Check oder eine Authentifizierung ist nicht vorgesehen. Bei einem Hacker-Angriff wurden Millionen von Kundendaten gestohlen. Die Veröffentlichung und Durchsicht einiger Journalisten ergab, dass interne Bots verwendet wurden, damit Männer mehr Geld ausgeben. Zu diesem Thema ein aktueller Spiegel-Artikel. Auch wenn der Betreiber 2016 klarstellte, dass alle Fake-Profile gelöscht wurden, fanden wir dennoch einige User, die zwar prominent in den Suchergebnissen angezeigt wurden, aber dennoch nie antworteten. So ganz scheint das Problem noch nicht behoben zu sein. Unsere Tester würden sich ein Echtheitssiegel wünschen, damit dies nicht mehr vorkommt.

Mobiles Flirten dank Ashley Madison App

Das Casual-Portal bietet eine native Applikation für iOS-Smartphones ab der Version 7.0 oder Android-Handys ab der Version 4.1 an. Wir haben beide Versionen auf einem iPad und dem Samsung Galaxy S6 getestet. Hier muss gesagt werden, dass zwar der Download und die Anmeldung kostenlos ist, aber zumindest Männer für das Anschreiben die normalen Preise zahlen müssen.

Die eigenständige Anwendung für das Smartphone ist sehr stabil und ermöglicht alle Funktionen, die die Desktop-Version ebenfalls garantiert. Allerdings solltest du den Sicherheitsaspekt bedenken. Wenn du eine Affäre hast, ist es nicht ratsam, Spuren auf dem Handy zu hinterlassen. Du solltest in einem solchen Falle eher die Web-App nutzen. Es handelt sich hier um eine Software, die vom Browser aus gestartet wird. Durch das responsive Design der Webseite passt sich diese an das jeweilige Display des Mobilgerätes an.

Insgesamt sind wir mit der App im Vergleich zu anderen Angeboten recht zufrieden. Außerdem hat man die verschiedenen Nutzergruppen bedacht. Wenn du den Casual-Lebensstil für dich entdeckt hast und gar keine feste Partnerschaft führen willst, kannst du die Dating-App verwenden. Falls ein Seitensprung vertuscht werden muss, kann die Anwendung über den Browser genutzt werden. So können auch User mit Windows Phone oder Blackberry mobil flirten. In diesem Bereich hatten unsere Tester folglich nichts zu kritisieren.

Kündigung der automatischen Verlängerung

Damit dir nicht beim Flirten die Coins ausgehen, kannst du beim Bezahlen einstellen, dass Credits automatisch nachgekauft werden, wenn du keine mehr hast. Zwar wird die Nutzung auf der Seite dadurch vereinfacht, aber dafür kann man schnell die Kostenübersicht verlieren. Der Preis für die Aufnahme eines Kontaktes liegt bei 5 Bezahleinheiten. Wenn man ständig mit der gleichen Person schreibt, fallen keine zusätzlichen Kosten an. Falls du jedoch mehrere Affären gleichzeitig hast, musst du je Kontakt 5 Coins ausgeben. Da Männer meist viele Frauen anschreiben müssen, um zum Ziel zu gelangen, kann hier der Überblick verloren gehen. Daher empfehlen wir, die automatische Verlängerung nicht in Anspruch zu nehmen oder zu deaktivieren.

Dies kann relativ einfach online erledigt werden. Gehe dazu einfach wie folgt vor:

  • Klicke auf „Profil verwalten“
  • Gehe links auf den Menüpunkt „Genutzte Credits“
  • Wiederspreche dort der automatischen Verlängerung

Wenn alle Coins verbraucht sind, kann ebenfalls unter den Einstellungen das komplette Profil gelöscht wurden. Falls noch Credits vorhanden sind, gehen diese verloren. Eine Rückerstattung gibt es nicht.

Falls du Probleme mit der Nutzung der Plattform hast, solltest du den Kontakt zum Kundensupport herstellen. Das Erotik-Portal hat hier eine Telefonhotline, die du kostenfrei unter 0800 – 181 7578 erreichen kannst. Daneben gibt es noch eine E-Mail-Adresse für solche Anfragen. Sie kann jedoch nur über das Kontaktformular des Betreibers erreicht werden. Auf beiden Wegen wurden unsere Fragen zum Kostensystem und verschiedenen Funktionen schnell und kompetent beantwortet. Daher gibt es hier nicht viel zu kritisieren.

Fazit des Erfahrungsberichts

Auch wenn die Erotik-Plattform Ashley Madison weltweit bekannt ist und einige innovative Funktionen hat, bleibt ein etwas fader Beigeschmack. Features wie Traveling Man, die Suche nach Affären auf Geschäftsreisen in verschieden Städten, sind auch international recht positiv anzusehen. Auch sind die Kommunikationsmöglichkeiten für eine Casual-Börse mehr als ausreichend. Aber was nutzt die beste Webseite für Gelegenheitssex, wenn man nicht sicher ist, ob die Kontakte wirklich echt oder nur Fakes sind. Hier sollte der Anbieter vielleicht über ausführlichere Profile nachdenken und Echtheitssiegel verwenden, wie es bei LOVEPOINT oder JOYclub der Fall ist. Zwar kann man echte Dates und Seitensprünge hier finden, aber die Suche dauert deutlich länger als bei den anderen Casual-Anbietern. Wenn man dem ganzen jedoch ein gesundes Misstrauen entgegenbringt, wird man schnell die „Schummler“ von den echten Usern unterscheiden können.

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